Politische Entscheidungen jetzt bei ebay?
Wie heißt es so schön: Die Wirklichkeit macht doch immer noch die dreistesten Scherze. Nicht nur, dass die Stromkonzerne damit drohen alte Kernreaktoren abzuschalten. Was für eine Drohung, das würde doch jetzt sowieso fällig. Nein, jetzt erhöhen sie auch noch mit einer große Anzeigenkampagne den Druck auf die Regierung Atom- und Kohlestrom weiter zu fördern. Droht unsere Demokratie in eine Wer-bietet-mehr-Technokratie abzurutschen?
Auch wenn BEWUSST-EINKAUFEN sich sonst von Boykott-Aufrufen fernhält, ist es jetzt doch an der Zeit den Herren im feinen Zwirn mal zu zeigen, von wessen Geld sie eigentlich leben - nämlich von unserem.
Also, gehen wir die Liste doch einmal durch, der Unternehmen, die sich da zu einem Boykott qualifizieren. Sicher gibt es für jedes Produkt einen mindestens gleichwertigen Ersatz, doch Zulieferunternehmen zu boykottieren, erfordert natürlich deutlich mehr Recherche:
RWE, EnBW, Vattenfall und Eon - Naturstrom liefert inzwischen nicht nur den nachhaltigeren Strom, sondern auch das Naturgas mit bis zu 100% Bioanteil. Aber weniger tun es auch, allemal besser als, wenn RWE und Eon unser Geld bekommen.
Deutsche Bank - eine Alternative, bei der Sie alle typischen Bankprodukte vom Girokonto bis zum Tagesgeldkonto bekommen, ist die GLS Bank. Und sie verfügt sogar über mehr Geldautomaten. Und nicht vergessen: Die Postbank gehört inzwischen auch zur Deutschen Bank.
Metro - hier wird es schon schwieriger. Aber es hilft schon zu wissen, was alles Metro ist: Saturn, MediaMarkt, real,- Makro, Kaufhof Galeria - und auch für diese Läden finden sich mit etwas Fantasie gute Alternativen. Vielleicht entdecken Sie so den kleinen Elektrofachhändler wieder neu. Da passt es doch, dass in diesen Tagen Metro, neben Aldi und Adidas wegen unmenschlicher Arbeitsbedingungen in China am Pranger steht (s.Sueddeutsche.de)
Thyssen-Krupp - hier gibt es für den Otto-Normal-Verbraucher weniger Berührungspunkte vielleicht noch Nirosta. Für Unternehmen empfehle ich einfach bei Wikipedia zu nachzulesen.
BASF - schon der Anbau ihrer Genkartoffel Amflora sollte Grund genug für den Boykott sein. Doch als Mitstreiter liefert BASF einen weiteren Anlass, das eigene Einkaufsverhalten zu überdenken. Leider ist das Unternehmen als Zulieferer für den normalen Verbraucher sehr schwer zu boykottieren. Es sei denn Sie bauen gerade, dann gibt es sicher so einige BASF Produkte, auf die man verzichten könnte.
Bahlsen - ist ebenfalls mit von der Partie. Nun gibt es ausgezeichnet Backwaren in Bioqualität, so dass es leicht fällt auch auf für die Marken Bahlsen, Pick-up, Leibniz und Brandt Kekse eine gute Alternative zu finden.
Auch die GRILLO Werke gehören dazu. Auch ein Zuliefer, der so sympathische Produkte wie Zusatzstoffe für die Lebensmittelindustrie fertigt und noch so einiges andere.
Deutsche Bahn - leider meint auch der Chef der Deutschen Bahn er müsse sich hier hervortun. Er scheint seine Kunden schlecht zu kennen, was schon an anderen Stellen sichtbar wurde. So plant Eon gerade eigens für die Deutsche Bahn ein großes Kohlekraftwerk in Datteln - und auch sonst ist der Strommix der Bahn lange nicht so grün, wie das Unternehmen häufig tut. Also, vielleicht doch öfter mal wieder nach Mitfahrgelegenheiten umsehen - günstiger ist es allemal.
Grünewald Papier - auch ein Zulieferer, der für Endverbraucher schwer zu boykottieren ist.
Die Kirchhoff Gruppe - fungiert zwar auch überwiegend als Zulieferer, bringt aber unter der Marke WITTE auch Werkzeuge auf den Markt. Also beim nächsten Schraubenzieherkauf, etwas genauer aufpassen.
Henkel - so grün das Unternehmen mit seinem Terra Active auch manchmal tut, so ganz weit scheint es damit dann doch nicht her zu sein. Hier bietet sich dem kritischen Konsumenten ein breites Feld. Von Persil, Spee, Weißer Riese über Terra Activ, Vernel, Pril, Somat, Ata, biff, bref, Der General, Sidolin, bis hin zu Schauma, Fa, Aok, Diadermine, Theramed oder bac. Wer es noch genauer wissen will - unter www.henkel.de, findet jeder Interessierte eine detaillierte Aufstellung.
Als Alternativen empfiehlt BEWUSST-EINKAUFEN: Im Bereich Kosmetik Weleda, Lavera oder Logona und Dr. Hauschka, um nur die bekanntesten zu nennen.
Aktiv werden und auf Endlich-handeln.de KlimAktivist werden. Hier kann jeder sein eigenes CO2-Konto eröffnen und selbst starten.
Nur was für Torftrottel - oder wie man unser Klima im eigenen Garten beerdigt.
Wer schon einmal auf die Rückseite der Blumenerden geschaut hat, die von Discounter bis Baumarkt feil geboten werden, findet in der Zutatenliste mit fast 100%-iger Sicherheit: Torf. Da es überall drin zu sein scheint, kann es nicht so wild sein, sollte man meinen.
Weit gefehlt. Was wir in Gärten sowie Blumentöpfen und -kästen verscharren sind größtenteils die letzten Moore Weißrusslands. Eine unglaubliche Artenvielfalt und atemberaubende Landschaft gehen hier für immer verloren. Schlimm genug.
Doch der Raubbau an den Mooren ist in höchstem Maße klimarelevant. Moore sind CO2-Senken, d.h. hier wird CO2 klimaneutral gespeichert. Laut Naturschutzverband BUND speichern die Moore weltweit doppelt soviel Kohlenstoff wie alle Waldregionen zusammen. Fallen die Moore trocken, beginnen die Pflanzenreste zu verrotten und setzen so immense Mengen CO2-frei. Dabei gibt es günstige und bessere Alternativen. (weiter)
Ökostrom: Jetzt wechseln bevor das Klima es tut.
Der Klimawandel wird immer deutlicher spürbar. Mit dem Wechsel zu einem Ökostromanbieter kann man schnell und ohne großen Aufwand viel bewirken. Auch sind die Tarife heute durchaus konkurrenzfähig. Nicht selten lässt sich sogar Geld sparen. Den zahllosen Preiserhöhungen konventioneller Anbieter sei Dank.
Nutzen Sie den Bewusst-Einkaufen Tipp und entscheiden Sie sich für eine nachhaltige Energieversorgung eines echten Ökostrom-Anbieters. Alle wichtigen Informationen finden Sie hier.
Fleisch - der Klimakiller auf unseren Tellern?
Hätten Sie es gewusst? Fleischkonsum spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle beim Klimawandel. 18% trägt er laut einer Studie der Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen zum Treibhauseffekt bei - und damit mehr als der globale Verkehr. Die Viehzucht gehört aus diesem und einigen anderen Gründen zu den größten Verursachern unserer heutigen Umweltprobleme.
Die 400 seitige Studie und weitere spannende Informationen finden Sie hier.
Zur Bankenkrise: Woran kranken die Banken?
Wenn man zusieht, was Banken mit unserem Geld machen, kann einem schon einmal schwindelig werden. Und bei genauerem Hinsehen entdeckt man, Geldgier mag vielleicht für ein Bankhaus noch ein gutes Motiv sein – aber mit Sicherheit kein guter Ratgeber. Denn genau diese kopflose Profitgier bringt gerade einmal mehr einige Banken ins Wanken. Und droht über Dominoeffekte eine weltweite Krise auszulösen.
Ursache ist, dass hier nicht mehr gesunder Menschenverstand und Verantwortung Maßstäbe vorgeben, sondern allein Profitmaximierung und blinde Geldgier bei der Verantwortung und Verstand scheinbar hinten anstehen müssen. Jeder will das Beste für sich und gefährdet so das gesamte System.
Bewusst-Einkaufen empfiehlt, bringen Sie Ihr Geld in ruhigeres Fahrwasser: Unsere unter dem Menüpunkt „Finanzen“ empfohlenen Banken investieren in ganz andere Bereiche. Hier werden Ihre Gelder dafür eingesetzt alternative Energien nach vorne zu bringen oder neue Investitionen im biologischen Landbau möglich zu machen. Sie investieren nicht in wackelige Finanzkonstruktionen, Rüstungsunternehmen, Atomkraftwerksbetreiber oder ähnliches, sondern in eine lebenswerte Zukunft. Und das sollte vielleicht doch den ein oder anderen Prozentpunkt wert sein.
