Lebensmittel: Auch hier hat Qualität seinen Preis.

Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen. Aber unser Appetit ist inzwischen auch zu einer Bedrohung geworden. Die Meere haben wir bald leer gegessen, riesige Ackerlandflächen stillen schon heute nicht mehr unseren Hunger, sondern den unserer Autos. Gensoja und -mais werden angebaut, von denen keiner genau weiß, was sie eigentlich bewirken. Ein Großversuch am lebenden Objekt.
Fakt ist, unsere Lebensmittel sind viel zu günstig, um qualitativ hochwertig zu sein. Die fast turnusmäßig wiederkehrenden Lebensmittelskandale beweisen es.

1960 gab ein Haushalt mit mittlerem Einkommen in Westdeutschland noch 43,4 % des Geldes für Lebensmittel aus. 1998 war es fast nur noch ein Viertel davon: 12,4 %. Zahlen, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss. Könnten wir uns nicht auch heute leisten etwas mehr für eine hochwertige Ernährung auszugeben? Der neue Trend zu immer mehr Bio-Produkten geht in die richtige Richtung.

Bewusst-Einkaufen empfiehlt: Achten Sie stärker auf die Qualität der Lebensmittel und wie Sie produziert wurden und etwas weniger auf den Preis. Schließlich speisen wir mit ihnen das Wertvollste, was wir haben: unseren Körper.

Übrigens: Wussten Sie, dass Biolandbau nicht nur gut für Artenvielfalt und Grundwasser ist, sondern auch ein Betrag zum Klimaschutz? Die Bio-Zeitschrift "Schrot und Korn" (Heft 08/2006) berichtet von Erkenntnissen der Universität Bonn und der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft. Danach entstehen in der konventionellen Landwirtschaft pro Hektar 3-mal soviel Treibhausgase wie im Öko-Landbau. Grund ist insbesondere der Einsatz von synthetischen Pflanzenschutz und Düngemitteln. Selbst, wenn man die geringeren Erträge berücksichtigt, benötigt der Bioanbau nur halb soviel Energie wie die konventionelle Landwirtschaft.

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